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Schuͤler waren mit dieſer Antwort nicht zufrieden, lie⸗ ben ihn allein, und flohen.
Als er zu Tching ankam, hielt er am Eingange des Stadt⸗Chores gegen Morgen. Ein Einwohner, welcher ihn ein wenig verlegen fand, aber uͤbrigens eine ganz ungewoͤhnliche Geſtalt an ihm entdeckte, be⸗ gab ſich ſogleich zu Tſe⸗kong, und ſagte ihm: Jemand iſt am Thore gegen Morgen, deſſen Stirne jener von Yao, deſſen Hals jenem von Cao⸗yao, deſſen Schultern jenen von Tſe⸗tchin, und deſſen Geſtalt beilaͤufig jener des großen Yu gleichen; er ſcheint verlegen, und von Furcht ergriffen, wie ein Hund, welcher das Haus ſeines Herrn verloren hat. Sſe⸗kong begab ſich ſogleich an das Thor: als er ſich dem Confucius naͤherte, ſagte er ihm, was von ihm berichtet worden war. Der Philoſoph er⸗ wiederte laͤchelnd: rückſichtlich der Geſtalt irrt man ſich, was aber den Vergleich mit dem Hunde betrifft, ſo giebt es nicht Wahreres.
Auf ſeiner Reiſe war er oͤfters in die hoͤchſte Ar⸗ muth verſetzt. Waͤhrend ſeines Aufenthaltes im Lande Tching 493 hatte er einmal 7 Tage nichts zu eſſen. Seine meiſten Schuͤler wurden durch dieſe Entbehrung krank; er aber ſchien nicht trauriger zu ſeyn. Man hörte ihn ſogar mehr ſingen, und Inſtrumente ſpie⸗ len als ſonſt. Deßwegen ſagte Tſe⸗lou, eiyer ſei⸗ ner Schuͤler zu ihm:„ſchick es ſich zu ſingen, waͤhrend wir vor Entbehrung niederſinken?“ Confuci us ließ ſich nicht außer Faſſung bringen, ſetzte ſein Ge⸗ ſang bis zum Schluſſe fort, und antwortete dann: „Ich ſage dir, daß der Weiſe die Muſik nur liebr, um zu große Artigkeit zu unterdruͤcken; wer nicht weiſe iſt, liebt die Muſik nur, um Beſorgniſſe ſeines Innern zu unterdruͤcken. Tſe⸗lou war mit dieſer Antwort ſo wenig zu frieden, daß er ſeinen Spies ergriff, dreimal geſchickt ſchwang, und ſich entfeinte.


