Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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Falſchheiten, ein gluͤckliches Gedaͤchtniß, welches das Laſter bekannt macht, und eine natuͤrliche Schmeiche⸗ lei im Boͤſen. Jedes dieſer fuͤnf Laſter an einem Gro⸗ ten verdient den Tod, und darf von keinem Weiſen, welcher im Stande iſt zu ſtrafen, vergeben werden. Oder durfte ich Chao⸗tching⸗mao am Leben laſſen, wenn alle Laſter in ihm vereinigt waͤren? Dieſe Strenge des Confucius, in der Beſtrafung des La⸗ ſters hatte die Sitten der Großen und des ganzen Volkes vom Lande Lou in kurzer Zeit ſo umgeſtaltet, daß der Regent von Tſi eiferſuͤchtig wurde, Ting⸗ kong moͤchte dem Confuelus den Titel Pa bei⸗ legen, durch welchen er natuͤrlich uͤber ihn erhoben wuͤrde. Nach mehreren Berathungen mit ſeinen Gro⸗ tzen wurde beſchloſten, kein Mittel gegen die weiſe Regierung des Coufucius ſey wirkamer, als die Tugend des Fuͤrſten von Lou zu untergraben. Der Regent von Sſi ſchickte daher unter dem Vorwande, die Freundſchaft unter ihnen zu erneuern, die ſchoͤn⸗ ſten Frauen ais Geſchenke an den Regenten Ting⸗ kong. Der Oberſthofmeiſter Ki⸗hoan⸗tſe deſſelben empfing ſie im Namen ſeines Herrn, welcher von ihnen ſo bezaubert wurde, daß er drei Tage ſeinen Pallaſt gar nicht verließ. Confucius wurde daruͤber ſo aufgebracht, daß er ſeinen Monarchen verließ, und ſich in die Staaten von Quei begab.

Im Jahre 498 zog der Philoſoph zu Yen⸗tchou tſedu. Um ihn zu gewinnen, daß er daſelbſt bleibe, gab man ihm 60,000. Maas Getreide. Er verweilte aber nur 10 Monate: als er in die Staaten von Tchin ſich begeben wollte, wurde er im Lande von Kouang verhaftet, wo man ihn fuͤr einen gewiſſen Nang⸗ hou aus Lou hielt, welcher die Voͤlker dieſer Kan⸗ tone ſchon oͤfters beleidigt hatte. Sobald man den Jrrthum erkannte, gab man ihm zwar die Freiheit wieder; allein Confucius ſetzte ſeine Reiſe nach