94
tenwaͤnde, ſo kommen 874 Fuß fuͤr die ganze Tiefe des Kraters heraus. In dieſem, durch das Meer be⸗ wirkten Einbruche in den Krater befinden ſich auf bei⸗ den Seiten des durch die Mitte fließenden Kanals, wie auch hin und wieder auf den ſchief hinablaufen⸗ den Seitenwaͤnden deſſelben, mehrere heiße Quellen, deren einige frei und ungehindert in die Hoͤhe ſpru⸗ deln, andere hingegen in einen bloßen Teich oder Schlamm wegſickern. In mehreren dieſer Quellen ſtieg das Fahrenheit'ſche Thermometer in freier Luft von 620 auf 1960, in einigen aber auf 204“, und in andern ſogar auf 24120.
An mehreren Orten ſahen wir auch ſchoͤne gruͤne Stellen mit den zarteſten Moos⸗Arten bedeckt, un⸗ ter welchen hin und wieder eine Art von Lyco- podium und von Marchantia ſich befand. Bei ge⸗ nauerer Unterſuchung fanden wir, daß alle dieſe Strek, ken auf heißen Suͤmpfen ſchwammen, deren Tempe⸗ ratur 8 oder 10 Zoll unter der Oberflaͤche, in welcher ſich die Wurzeln der Pflanzen ausbreiteten, zum wenig⸗ ſten 1860 betrug. Dies war uns um ſo auffallender und bemerkenswerther, da die naͤmliche Art von Ly⸗ eopodium auch ſogar im Winter auf den kalten Heiden in Nord⸗England waͤchſt. Der Erdboden iſt durchgaͤngig ſchwammig und poroͤs, und bei jeder Bewegung fuͤhlt man ihn unter den Fuͤßen zittern. Legte man ſich mit dem Ohre auf den Boden, ſo
hoͤrte man uͤberall ein Sprudeln, wie vom ſiedenden


