Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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wie auch das haͤufige Abfeuern von Raqueten und Schwaͤrmern, verurſachen ein unablaͤſſiges aͤußerſt nie⸗ driges Geklingel und Geraſſel. Sehr paſſend iſt daher der Ausdruck des franzoͤſiſchen Satyrikers, daß die Portugieſen die Lebenden umbringen, um die Doden zu ehren.

Die Braſilianer(Ur⸗Einwohner) haben eine ſolche Abneigung gegen die Portugieſen, daß der Vize⸗Koͤnig nur mit aͤußerſter Muͤhe 12 Ruderer fuͤr eine zur Pracht ſeines Hofſtaats gehoͤrige Barke er⸗ halten kann. Ihre Geſichtszuͤge waren von jenen der Malaien, Tataren und Chineſen nicht ſehr verſchieden. Ihr Koͤrperbau war klein und unterſetzt. Sie ſchienen ernſthaft und zuruͤckhaltend zu ſeyn, ſpra⸗ chen aͤußerſt ſelten mit einander, und ließen ſich nur hoͤchſt ungern mit Fremden in ein Geſpraͤch ein. Sie hatten lange und ſchwarze Haare, und nirgends an⸗ derswo Bart, als an der Oberlippe und unter dem Kinn.

Weizen, Gerſte, Guinea⸗Korn, Hirſe und alle Arten von europaͤiſchen und tropiſchen Getraide⸗Ar⸗ ten bringt das Land im groͤßten Ueberfluſſe hervor. Außer dem vortrefflichen Schiff⸗Bauholze, welches uͤberall in Braſilien gefunden wird, liefern die da⸗ ſigen Waldungen auch eine große Menge von koſtba⸗ ren Farbe⸗Hoͤlzern. Arznei⸗Pflanzen, wohlriechende Gewaͤchſe, Terpentin⸗, Gummi⸗ und Harzbaͤume fin⸗ det man in Menge. Die tropiſchen Fruͤchte jeder Art