Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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belegt. Die Magazine und Kramlaͤden in der Stadt ſind groß und bequem, und mit europaͤiſchen Waaren aller Art verſehen.

Wir begaben uns in die Umgegend der Stadt, um Schmetterlinge zu fangen. Myriaden von den ſchoͤn⸗ ſten Inſekten flatterten in der Luft umher; Schmet⸗ terlinge mit ſchwarzen und gelben Querlinien bezeich⸗ net, flogen in ſo zahlloſer Menge um die Baͤume und Geſtraͤuche, daß ſie an manchen Orten die Atmoſphaͤre verdunkelten.

Waͤhrend unſeres Aufenthalts zu Rio hatten wir nur ſelten viel von der Hitze auszuſtehen. Waͤhrend des Tages uͤber war die Temperatur der Luft im Durchſchnitte zwiſchen 760 und 840 Fahrenh. Die Naͤchte dagegen waren weit unangenehmer und laͤſti⸗ ger. Wagten wir in das Freie zu gehen, ſo liefen wir alle Augenblicke Gefahr, daß uns Fledermaͤuſe in das Geſicht flogen; blieben wir aber zu Hauſe, ſo waren wir von Scorpionen, Hundert⸗ und Vielfuͤßen, welche beſtaͤndig in Menge auf dem Boden herumkro⸗ chen, umringt. Eine Art von Grille(Gryllus Gryl- lotapa) ſprang waͤhrend des Nachteſſens beſtaͤndig in die Glaͤſer und auf die Teller. Die heftigſte Qual verurſachte uns aber der Stich der Muskiten.

In den zwei Buchlaͤden der Stadt fanden wir alte mediziniſche, alchemiſche und theologiſche Werke, kein einziges aber, was Bezug auf das Land ſelbſt hatte. Die Vertraulichkeit der Frauensperſonen zu