Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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lichen Bruͤcken uͤber große Seen; minirte Wege durch die hoͤchſten Berge; gegrabene Flußbette durch das ganze Land; haͤngende Bruͤcken in der Luft von einem Berge zum andern. 1 Es iſt ein Geſetz, daß kein Muͤßiggaͤnger in China geduldet wird. Auf Reinlichkeit wird in und außer den Haͤuſern viel gehalten. Kleine Augen und Naͤ⸗ gel, ſo lange wie Adlers⸗Klauen, werden fuͤr eine Schoͤnheit gehalten; je laͤnger, deſto ſchoͤner. Bietet man einem Chineſen eine Prife Tabak an, ſo nimmt er dieſe mit ſeinen langen Naͤgeln, welche aber allzeit rein gehalten werden. Kleine Fuͤße bei den Frauenzim⸗ mern gelten fuͤr eine außerordentliche Schoͤnheit; doch ſind die Fuͤße gemeiner Frauen und Toͤchter groß und vollkommen.

In Kanton befinden ſich beſondere Straßen⸗ welche bloß von Frauenzimmern bewohnt werden. Der groͤßte Schmuck der Frauenzimmer beſteht darin, daß ſie die Haare in einen Zopf winden, und mit vielen goldenen und ſilbernen Nadeln beſetzen. Auch rauchen ſie ſtark Tabak.

Die Chineſen nehmen à Elemente an: Erde, Waſſer, Luft, Feuer und Metall. Sie vermuthen, daß der Himmel rund und die Erde viererkig ſei. In Peking iſt eine Pagode dem Himmel geweiht, in welcher auf einem Altar eine Himmelskugel ſteht; zu dem Altare fuͤhren 9 Stufen; eine andere Pagode iſt zur Ehre der Erde aufgerichtet worden; die Erde iſt

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