Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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Mann, welcher nicht ſtudieren will, kann ſich mit 1000 Karakteren behelfen; der Gelehrte aber muß faſt eine unzaͤhlige Menge wiſſen. Um hierin vollkommen zu werden, braucht man 10 12 Jahre.

Ihre Ziffern ſind gleichfalls Charaktere, Cjeder Charakter bedeutet ein ganzes Wort, oder wenigſtens eine Sylbe), welche ſie zur Dezimal⸗Rechnung an⸗ wenden.

Die jetzige Kleider⸗Tracht der Chineſen iſt iſt die tatariſche. Die alt⸗chineſiſche Kleidung beſtand aus kleinen Roͤcken mit weiten Aermeln, einem Hute mit 2 Fluͤgeln, welche auf beiden Seiten ein⸗ waͤrts gingen. Ehemals trug man die Haare lang, jetzt geſchoren, jedoch bleibt ein kleiner Buͤſchel von Haaren oben auf dem Haupte ſtehen. Die alt⸗chi⸗ neſiſche Kleidung ſieht bloß man noch in Luſtſpielen.

Die gebraͤuchlichſte Farbe der Kleidung iſt ſchwarz oder dunkelblau. Die gelbe Farbe darf nur vom Kai⸗ ſer und ſeiner Familie getragen werden. Statt der Meſſer, Gabel und Loͤffel bei dem Mahle bedienen ſich die Chineſen elfenbeinerner oder hoͤlzerner Pinnen, (zubereitete platte Stuͤcke, wie man ſie in den Apo⸗ theken ſieht). Doch nehmen jetzt vornehme Leute auch Loͤffel nach europaͤiſcher Sitte.

Die chineſiſche Nation beſteht hartnaͤckig auf ihrer Meinung; doch iſt ſie arbeitſam und kuͤnſtlich in ihren Erfindungen. Fuͤr Letzteres zeugen: der bewunderungs⸗ wuͤrdige Porzellan⸗Thurm in Nankingz die kuͤnſt⸗