Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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durch Eſſen und Trinken. Haben ſie den Magen uͤber⸗ fuͤlt, ſo trinken ſie einige Schalen Thee, welcher den genommenen UNeberfluß bald wieder verzehrt. Sie ſind von Natur furchtſam, und die gemeinen Leute zittern bei dem Anblicke eines Soldaten, wie vor einem Loͤwen. Sie machen nicht gerne Geſchenke, außer wenn ſie wiſſen, daß ſie das Doppelte dagegen erhalten. Sie lieben außerordentlich das europaͤi ſche Gold und Silber, und erweiſen einem gemeinen Eu⸗ ropaͤer die groͤßte Aufmerkſamkeit bei der Bedienung, wenn ſie Geld bei ihm wiſſen. Ihr Gruß und Ge⸗ gengruß beſteht in den 2 Sylben: King King. Sie ſind ſtolz und gebildet, und fragen gleich, wenn man etwas ſchoͤnes bei ihnen ſieht, ob man in Europa auch ſolche Sachen habe, oder bearbeiten koͤnne? Sie glau⸗ ben, daß ihre Ahnen die vornehmſten und meiſten Wiſſenſchaften erfunden haͤtten.

Die Chineſiſche Sprache iſt ſehr wortarm: denn ein Wort hat wohl fuͤnferlei Bedeutungen, welche man allein durch einen gewiſſen Aecent unter⸗ ſcheiden kann, deren ſie fuͤnf haben. Sie haben we⸗ nige Konſonanten, und koͤnnen eben ſo wenig, wie die Ruſſen und Polaken, viele ausſprechen.

Ihre Schreibart beſteht aus Charakteren, deren ſie mehr als 80,000 haben ſollen. Sie haben kein Al⸗ phabet, wie andere Nationen; auch ſchreiben ſie von oben nach unten, nicht gegen die Seiten. Die philo⸗ ſopbiſchen Charaktere ſind die vorzuͤglichſten. Ein