Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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und hat Fahnen. Das zweite erkannte zuerſt unter den Chineſen die tartaiſche Herrſchaft, und heißt deßwegen das Kiangſche. Dieſes Korps iſt der Kern des kaiſerlichen Heeres; es erhaͤlt großen Sold; alle Kinder, welche in demſelben geboren wer⸗ den, bleiben bei demſelben von einem Geſchlechte bis zum andern; das dritte Korps bilden die uͤbrigen Re⸗ gimenter, welche nur aus Chineſen beſtehen.

Die Seemacht iſt unbedeutend, denn die Flotte beſteht nur aus langen und großen Booten, deren

jedes 20 Ruder fuͤhrt, und 5 s Falconeten hat. Je⸗

des Boot iſt mit 21 Mann beſetzt, deren Anfuͤhrer

Bogen und Pfeile, die uͤbrigen aber Spieße, Schilde

und Saͤbel gebrauchen.

Auch haben die Chineſen Musagueten, welche beim Losbrennen auf eine, in die Erde geſteckte Ga⸗ bel gelegt werden. In dem ganzen Lande findet man hohe Thuͤrme, auf welchen bevorſtehende Gefah⸗ ren durch große Feuer angedeutet werden. Auch wer⸗ den in dieſe Thuͤrme Straͤflinge gebracht. Bei jedem Kaſtelle und Zollhauſe ſind Minen von Steinen und Kalk aufgefuͤhrt, welche bei der Ankuͤndigung eines feindlichen Anfalles geſprengt werden, um dadurch das Land zur Gegenwehr zu ermuntern.

Die Chineſen ſind fein und artig nicht nur unter ſich, ſondern auch gegen Fremde. Sie ſind der Ueppigkeit ergeben, und begehen haͤufig die Suͤnde Sodom's. Auch dienen ſie ibrem Magen gar ſehr