Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1830)
Entstehung
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päͤiſche Kandels⸗Flotte, welche aus ¹1 Schiffen be⸗ ſtand, zu beſehen. Der Voye ſelbſt kam in der groͤß⸗ ten Pracht und mit vielem Gefolge; waͤhrend ſeines Zuges hoͤrte man ein gewaltiges Rufen der Chine⸗ ſen, welches ein Lebehoch bedeutete. Er hatte allzeit eine große Anzahl von Knechten bei ſich, welche eine Peitſche in der Hand hielten, und ſich durch ihre Kleidung leicht von den andern unterſchieden. Bei

der Ankunft des Voyen loͤſeten alle Schiffe die Kano⸗

nen. Ehe er am Bord ging, ſtieg zuerſt ein Chineſe in das Schiff, und legte 6 mit Gold bordirte Schar⸗ lach⸗Decken uͤber die Stuͤhle, auf welche ſie ſich ſetzen ſollten. Hierauf kam ein anderer Chineſe mit Ge⸗

ſchenken von koſtbarem Seiden⸗Zeuge, welche der Ka⸗

pitain erhielt. Denn in China iſt Sitte, daß vor⸗ nehme Leute bei Beſuchen einander Geſchenke machen. Der Beſucher fragt den Wirth:Was giebſt du mir, weil ich zu dir komme? dieſer erwiedert:Was bringſt du mit, indem du zu mir kommſt? Waͤhrend der Anweſenheit des Voyen durfte ſich außer dem Ka⸗ pitain und den Supereargers Niemand ſetzen. Das gemeine Volk, welches mit ihm ſprechen wollte, mußte ſich auf ein Knie niederlaſſen.

Der Fluß Croſa theilt das Reich China in das ſudliche und noͤrdliche. Das Land iſt in 15 Provinzen eingetheilt, hat viele ſchifftragende Fluͤſſe, und iſt durch Fruchtbarkeit des Bodens ausgezeichnet. Das Klima iſt geſund, jedoch in den Monaten Auguſt