Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Dieß ſind alſo die Begebenheiten, die ſich waͤh⸗ rend der Anweſenheit der Spanier hier zugetragen ha⸗ ben. Ihre Kartetſchen haben unter dem Feinde große Furcht, und wie man ſagt, auch große Niederlage ge⸗ macht. Verſchiedene hier geben die Anzahl der Tod⸗ ten bei den Tuͤrken und Mauren uͤber 6000, und die der Verwundeten noch weit hoͤher an. Allein, die Wahrheit zu ſagen, ich glaube das nicht. Vielleicht die Haͤlfte. Doch wird die wahre Zahl wohl gar nicht zu beſtimmen ſeyn.

Die meiſten, die man von dem ſpaniſchen Gefechte reden hoͤrt, ſprechen mit großem Entſetzen von den doppelten Kugeln(ſo nennen ſie ihre Stangen⸗ und Kettenkugeln), aber ihr Musketenfeuer verachten ſie ganz. Dieſes, ſagen ſie, ſey ganz ohne Kraft und Wirkung geweſen. So viel iſt gewiß, daß die wenig⸗ ſten eine Landung wieder wuͤnſchen, welche es vorher thaten. Es ſind Kinder, welche ſich noch nicht ver⸗

brannt hatten, und nun das Feuer ſcheuen. Ich ſehe

in einige oͤffentliche franzoͤſiſche Blaͤtter Briefe einge⸗ ruͤckt, die man Offizieren zuſchreibt, die der Landung mit beigewohnt, und welche berichten, die Spanier haben am Tage ihrer Landung 6000 Todte und 2000 Verwundete gehabt. Das letzte kaun wahr ſeyn, allein das erſte iſt ganz falſch. Die Anzahl geht, wie ich ſchon oben bemerkt, nicht uͤber 400. Haͤtten die Spa⸗ nier die in dieſer Nachricht angebenen Todten gehabt, ſo fragt ſichs: wo ſie geblieben ſind? Hier ſind ſie