Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Die Nachrichten ſtimmen nunmehr darin uͤberein, daß am Tage der Landung, da die Spanier an der Ebene mit Buͤſchen bemuͤht waren, den Feind daraus

zu vertreiben, ſie bei der Ankunft des Beys von Kon⸗

ſtantine mit ſeinem Heere ſich zuruͤckzuziehen angefan⸗ gen, und daß einige etwas zu weit vorgedrungene Colonnen einigen Verluſt erlitten. Einige ſagen: die⸗ ſer Bey habe viele Kameele und Ochſen vor ſich her getrieben, welche das Kartetſchenfeuer der Spanier erſt aushalten muͤſſen, und ſey ihnen dadurch naͤher zu Leibe geruͤckt. Andere aber behaupten: die Spa⸗ nier haben ſich gleich bei Erblickung der Armee des Beys von Konſtantine zuruͤckgezogen, weil ſie ſich vor der großen Uebermacht des Feindes, die ſie nicht ver⸗ muthet, gefuͤrchtet haͤtten. So viel iſt gewiß, daß der Ruͤckzug in guter Ordnung und ohne Verluſt geſche⸗ ben iſt. Weder eine einzige Kanone noch Fahne iſt dabei eingebuͤßt, ungeachtet der Dey mehr als fuͤnfzig Zechinen fuͤr jede Fahne, die man ihm bringen wuͤr⸗ de, geboten hatte; und es ſcheint, daß ſie mehr zu⸗ ruckgegangen, als zuruͤckgetrieben ſind. Auch iſt die ganze Anzahl von Todten, welche ſie zuruͤckgelaſſen, keine 400 Mann.

Man glaubte nun, daß die Stadt noch ein Bom⸗ bardement auszuhalten habe, aber zu noch groͤßerer Ver⸗ wunderung verſchwand die ganze Flotte in einigen Tagen nach der Landung von hieſiger Rhede, und ihre Erſchei⸗ nung und Verſchwindung war einem Traum aͤhnlich.