Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Talb wird auch zu den Geiſtlichen gerechnet; uͤbrigens kann jeder Studirende ſo genannt werden. Er findet ſich bei Sterbefaͤllen, Ehevertraͤgen u. ſ. w.

ein, und darf auch Schule halten.

Muden iſt derjenige, welcher auf dem Thurme zum Gebete ruft.

Fakia iſt einer, welcher Theologie ſtudiert hat. Sie werden fuͤr eine Art von Heiligen angeſehen; man ſieht ſie gewoͤhnlich leſen oder beten, mit Roſen⸗ kraͤnzen(Sabaͤh), welche aus 99 Perlen in einer Reihe und 10 andern, die fuͤr ſich haͤngen, beſtehen. Beim Fortſchieben einer jeden der 99 Perlen wird eine Ei⸗ genſchaft Gottes genannt.

Es gibt auch eine Art Fakia, welche, ohne ſtu⸗ dirt zu haben, im Rufe der Heiligkeit ſtehen, oder von dergleichen abſtammen. Noch andere machen ſich durch ſchrecklich ſchwaͤrmeriſche Einfaͤlle und Grimaſ⸗ ſen, durch eine uͤbertriebene und beſondere Lebensart, durch eine ſeltſame Kleidertracht, oder durch eine ſchaͤndliche Nacktheit zu Heiligen. Auch haͤlt man alle Bloͤdſinnige und voͤllig Wahnwitzige fuͤr Heilige.

Die Einſiedter(Gonani), deren Zahl ſehr gering iſt, ſcheuen allen Umgang mit Menſchen, leben von Wur⸗ zeln und Kraͤutern, beſchneiden ſich erſt in ihrem 30. Jah⸗ ret, und glauben die vollkommenſten Menſchen zu ſeyn.

Die Sekte Beni Aiſa gibt vor, giftige Thiere ohne Nachtheil anfaſſen zu koͤnnen, und vermoͤgend zu ſeyn, dieſe Kunſt andern mitzutheilen.