Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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Triumph wird der Knabe in die Sghiame gebracht, die Beſchneidung vollzogen, und dann zu einem kleinen Mahle in dem Hauſe des Vaters gezogen.

Die Gotteshaͤuſer heißen Sghiama; gewoͤhnlich 1 haben dieſelben einen großen Vorhof mit Springbrun⸗ nen. Inwendig gibt es keine andere Zierrathen, als glaͤſerne Lampen und eine Kanzel; außerdem iſt in denſelben nichts zu ſehen, als die weiße Wand. Kein Jude oder Chriſt darf ſie betreten. Wenn ein Jude bei derſelben vorbet geht, muß er ſeine Pantoffeln ausziehen, und darf ſie nicht eher wieder anthun, als bis er ziemlich weit ſich entfernt hat. Die Sghiamen werden durch verſchiedene Einkuͤnfte unterhalten.

Der oberſte ihrer Geiſtlichen iſt der Mofti, wel⸗ cher in Marokko wohnt, von den Talben erwaͤhlt, und von dem Koͤnige beſtaͤtigt wird. Er beſtellt alle Kadis, weil ſie halbe Geiſtliche ſind. Wenn er ein Urtheil abſpricht, ſo kann nicht an den Koͤnig appel⸗ lirt werden. Weltliche Gegeuſtaͤnde verweiſt er an den Kadi des Orts.

Im am iſt derjenige oͤffentliche Lehrer, welcher fuͤr die Zuhoͤrer lieſt und ſingt, die ſeine Gebehrden und Grimaſſen waͤhrend des Gebetes nachahmen.

Chatib predigt am Freitage auswendig, erzaͤhlt einige Geſchichten von ihren Propheten und Heiligen, und ermuntert zum Haſſe gegen die Ketzer.

Urak, eine Art von Vorleſern, welche taͤglich ei⸗ nige beſtimmte Stuͤcke aus dem Koran vorſagen.