Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

312

zuweilen Kanarienvoͤgel, Papageien und Hunde, welche ſie fuͤr ihn fuͤttern und abrichten muͤſſen. Alle 3 oder 4 Jahre werden die Moͤnche abgelöſet, und erhalten bei ihrer Ruͤckkehr in Spanien fette Pfruͤnden. 4

Die Sklaven in Marokko gehoͤren alle dem Koͤ⸗ nige, welcher nicht zulaͤßt, daß ihnen jemand Be⸗ ſchwerden verurſacht. Der Koͤnig hat gemeinlich ei⸗ nen Lieblingsſklaven, welchen er zu wichtigen Ge⸗ ſchaͤften braucht. Die Sklayen haben einen Kaid uͤber ſich, welcher gewoͤhnlich ein Seekapitain iſt. Er kann dieſelben auf ſeine eigene Hand pruͤgeln, und muß

auch dem Koͤnige von ihrer Auffuͤhrung Rechen⸗ ſchaft geben.

IV. Regierung und Hof.

Die Regierungsform iſt despotiſch; der Ku⸗ nig nennt ſich Chalifat Allah: Statthalter Gottes, und wie ſeine Vorfahren Emir Elmum⸗ nin: Fuͤrſt der Glaͤubig en, und Im am Praͤlat. Die Mauren nennen ihn gewoͤhnlich Solt an: König, auch Sidna:unſerHer r, oder uͤberhaupt auch Sidiß oder auch Sidi elkebir: der große mein Herr; dieſes ſagen ſie gewoͤhnlich, wenn ſie mit einem ſeiner Soͤhne ſprechen.. Seit der Thronbeſteigung der Scherifen iſt Ma⸗ rokko ein Erbreich geworden; der aͤlteſte Prinz nimmt