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richten, ſind zuverlaͤßig Gaben und Geſchenke; allein
ſie muͤſſen zur rechten Zeit, und am rechten Orte ge⸗
geben werden. Die Geſchenke ſteigen, und werden jaͤhrlich erhoͤht..
Ein Konſul iſt hier zu Lande ziemlich wohl angeſehen, ſein Haus iſt eine Freiſtaͤtte fuͤr alle Verfolgte.
Ein Kaufmann kann bei dem Koͤnige Audienz er⸗ halten, zu welcher Zeit er will, und zwar mit ſeiner Mütze auf dem Kopfe; er muß aber ſeine Geſchenke und Sochoras beinahe in eben der Ordnung geben, wie die Konſuln, obgleich nicht von ſo hohem Werthe. Ein Kaufmann iſt in einem ſolchen Anſehen, daß die Mau⸗ ren nicht allein jeden angeſehenen Europaͤer Taſg⸗ hier, Kaufmann nennen, ſondern ſogar Tasghier⸗
Konſul ſagen.
. In Marokko ſind auch einige Chriſten, naͤm⸗ lich Kuͤnſtler und Handwerker, welche entweder um ihr Gluͤck zu verbeſſern, hier ankommen, oder von den europaͤiſchen Maͤchten dahin geſchickt werden, um den Koͤnig zu beluſtigen. So ſchickte 4780 der daͤniſche Koͤnig Friedrich V. mehrere Kuͤnſtler.
In Marokko und Meknes ſind? Kloͤſter fuͤr Franziskaner, welche in dem 13. Jahrhunderte daſelbſt errichtet wurden. Dieſe mußten viel leiden, weil ſie verſuchten, Proſelyten zu machen. Ihre Miſ⸗ ſion iſt daher bloß zum Beſten der roͤmiſch⸗katholi⸗ ſchen Sklaven. Der Koͤnig ſchickt den Moͤnchen


