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freien Himmel. Mann, Weib und Kinder liegen auf der ebenen Erde, auf einigen Strohmatten, und rau⸗ hen Schaf⸗ oder Ziegenfellen. Wenn eine Frau nie⸗ derkommt, ſo muß der Mann fuͤr ein anderes Zelt ſorgen, in welches ſie ſich mit allem Hausgeraͤthe begiebt, welches in einer Handmuͤhle, einem Korbe, einer hoͤlzernen Schale, und in einem Paare Lehmtoͤpfe beſteht. 1
Bei 200 ſolcher Zelte in einer laͤnglichten Ord⸗ nung bei einander nennt man Duar. Man kann ſie mit unſern Doͤrfern vergleichen. In einer Gegend, wo Loͤwen ſich aufhalten, ſind Dornen, welche dieſe Thiere ſcheuen, umher geſteckt.
Wenn ſie einen Platz abgeweidet haben, ſo brechen ſie mit ihren Zelten auf, und ſuchen einen neuern, beſſern Weideplatz. 4
Eine jede Duar wird von einem Schech regiert, welchem ſich alle unterwerfen. Das Oberhaupt uͤber viele Duaren heißt Schech elkebir, welcher unter dem Baſcha der Provinz ſteht. Ihr Amt iſt nicht erb⸗ lich, ſondern man waͤhlt die angeſehenſten unter ihnen. Sie koͤnnen nur mit Pruͤgeln und Geldbußen ſtrafen.
Auch findet ſich ein Kadi uͤber jede Provinz auf den Maͤrkten ein, welche auf gewiſſen Plaͤtzen gehalten werden, macht Zwiſtigkeiten ab, unterſchreibt Heiraths⸗ vertraͤge, und entſcheidet uͤber Eheſachen.
Die Schatzungen, welche“ die Araber bezahlen muͤffen, ſind Neiba, eine Art Vermoͤgensſtener, wel⸗


