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iſt zugleich eine Zavia, Freiſtaͤtte fuͤr Verbrecher. Kein Jude darf vor demſelben vorbeigehen, ohne ſeine Fuͤße zu entbloͤßen.
2) Die Araber in Marokko ſind eigentlich diejenigen Araber, welche ſich nicht um die ſpani⸗ ſchen Kriege bekuͤmmerten, ſondern auf den Ebenen zwiſchen dem Meere und den Bergen wohnen blieben, und ſich von der Viehzucht und dem Ackerbaue naͤhr⸗ ten. Obwohl ſie nicht viel Sorgfalt anwenden, ihre Staͤmme zu erhalten, ſo theilen ſie ſich doch in Kabeil (Kaſten). Religion und Sprache haben ſie mit den Mauren gemein; fie nennen ſich Moslemin. Zieht ein Maure auf das Land, ſo wird er fuͤr einen Araber angeſehen, und umgekehrt. Letzterer Fall geſchieht aber faſt nie.
Die Araber wohnen auf dem Lande in Zelten (Chaima), weiche entweder aus grober Wolle oder aus Ziegenhaaren verfertigt ſind.„Auch ſpinnen die Weiber die Faͤden der Wurzel Lift Adum, und weben ſie ſo dicht, daß ſie den Regen aufhalten koͤn⸗ nen. Einige Zelten haben drei, andere nur zwei Haupt⸗ pfaͤhle, ſind ſelten uͤber 8— 10 Fuß hoch. Statt der. Thuͤre heben ſie ein Stuͤck Zelt auf. Sie binden es auch hie und da mit Stricken, und ſo iſt das ganze Gebaͤude fertig, welches mit Kuperoſe ſchwarz gefaͤrbt wird. In einer ſolchen Chaima wohnt eine ganze Familie mit allem, was ſie hat. Kamele, Ochſen, Pferde, Schafe ſind zu allen Jahreszeiten unter dem
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