Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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So verliebt die Nation auch iſt, ſo dibt es bei denſelben doch keine oͤffentlichen Huren. Jedem Man⸗ ne iſt erlaubt 4 Weiber zu haben, und ſich ſo viele Beiſchlaͤferinnen zu halten, als er ernaͤhren kann.

Das fruͤhe Heirathen, die vielen Weiber und ihre Unmaͤßigkeit in der Liebe, ſind Urſachen, daß ſie bald aufhoͤren, Kinder zu zeugen, und daß ſie ſich ſogenann⸗ te galante Krankheiten zuziehen. In dem 25. Jahre hoͤren die Weiber auf zu gebaͤhren. Die Suͤnde So⸗ doms iſt auch bei den Einwohnern herrſchend.

Die Mauren ſind gewoͤhnlich wohl gebildet und ſtark von Gliedmaſſen. Sie thun ſich etwas auf ihren Bart zu gute, kaͤmmen und balſamiren ihn. Bloß in dieſem Punkte findet man Stutzer unter ihnen. Sie ſind beherzt, ſtark, Betruͤger, traͤge, ſtolz, mißtrauiſch, geitzig, rachſuͤchtig u. ſ. w. Doch gibt es auch brave Maͤnner unter ihnen.

Die Leiche eines Mauern wird wohl gewaſchen, und ihr hernach ein Hemd, lange, leinene Beinkleider und Pantoffeln angezogen; der Kopf wird mit einem Stuͤcke Leinwand umbunden, in welche endlich das Ganze eingenaͤht wird; denn ſie ſollen in Allem 7 Stuͤcke Leinwand in das Grab mitnehmen. Ohne Sarg wird die Leiche noch an demſelben Tage, wo die Perſon geſtorben iſt, zum Grabe außerhalb der Stadt, unter großem Gefolge getragen. Beſtaͤndig wird das bekannte La Illah ela Allahan ge⸗ ſungen. Die Leiche wird ohne Sarg in das Grab,