Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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und laufen ſo ſchnell ſie nur koͤnnen. Wir ſtehen aus Ehrerbietung auf; ſie ſitzen niederhauchend. Unſere Mannsperſonen verrichten ein gewiſſes natuͤrliches Be⸗ duͤrfniß ſtehend, ſie aber ſitzend.

Ihre Kleidertracht veraͤndern ſie niemals; der Schuitt iſt bei allen einer und derſelbe. Die Vornehmen unterſcheiden ſich blos durch Feinheit und Reinlichkeit. Die Unverheiratheten laſſen auf dem Kopfe nur eine Haarlocke ſtehen, und gehen mit ent⸗ bloͤßtem Haupte, ſogar die Prinzen gehen mit bloßem Kopfe. Die Verheiratheten haben eine rothe wollene Muͤtze, Sefia, auf demſelben. Wuͤrde ein Jude oder Chriſt eine ſolche Muͤtze tragen, ſo gaͤlte dieſes als Erklaͤrung, daß er Mohamedaner werden wolle. Ein Scherif, Hafgh, Kaid, Reis und Talb tra⸗ gen einen Sched, ein Neſſeltuch, welches auf eine kanſtliche Art ſchlangenweiſe um die rothe Muͤtze ge⸗ legt wird.

Zunaͤchſt am Leibe tragen ſie ein Hemd, Ka⸗ miſa; uͤber dem Haupte einen Kaftan(Weſte), der bald laͤnger, bald kuͤrzer getragen wird. Die Farbe deſſelben iſt verſchieden; uͤber dem Ka ftan entwe⸗ der eine Hazem, eine breite, ſeidene Schaͤrfe: oder einen Modhema, einen ledernen Guͤrtel mit einer Schnalle. Statt des Kaftan haben einige einen Ke⸗ ſeb, oder ein wollenes Hemd ohne Aermel; uͤber daſſelbe eine Haik, welche in einem Stuͤcke weißen, wollenen Zeuges beſteht, welches gewoh lich? Ellen