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Maͤnner von den h. Verſammlungen ausgeſchloſſen wuͤrden. Uebrigens ſtammt dieſe Sitte ſo wenig von den Juden, als die Vielweiberei und Eheſcheidungs⸗ Rechte der Voͤlker. Das einzige ſcheinen die Habeſſi⸗ nier von den benachbarten Juden zu haben, daß ſie ſich jener den Juden verbotenen Senne an der Huͤfte ebenfalls enthalten. Was Mendez von einer Re⸗ publik der Juden in Habeſſinien ſagt, iſt erdichtet. Was man ſich von der Koͤnigin Kandake und ihrem Eunuchen erzaͤhlt, daruͤber haben wir uns ſchon ge⸗ aͤußert. Ob die Nachkommen Menihelech's den Goͤtzendienſt wieder angenommen, kann nicht erwieſen werden. Nur das iſt richtig, daß die Habeſſinier lange in dem Verdachte des Judaismus ſtanden, welchen Koͤnig Claudius in ſeinem Bekenntniſſe als ungegruͤndet darzuſtellen ſucht.
II. Von der Bekehrung der Habeſſinier zum Chriſtenthume.
Dieſe wird gewöoͤhnlich dem in der Apoſtel⸗Ge⸗ ſchichte vorkommenden Eunuchen der Koͤnigin Kan⸗ dake zugeſchrieben. Die Habeſſinier ſelbſt ſtuͤtzen dieſe Behauptung auf einen Axumenſiſchen Codex⸗ in welchem die Geſchichte von jenem Eunuchen⸗ wie in der Apoſtel⸗Geſchichte, vorkommt.— Doch gegen dieſe Behauptung ſpricht ſowohl die Unaͤchtheit dieſer Erzaͤhlung im Axumenſiſchen Eoder, die man ior auf den erſten Blick anſieht, als auch der Umſtand,


