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der Habeſſiniſchen Koͤnige keinem Landhauſe eines europaͤiſchen Fuͤrſten etwas nachgab, ein wahres Wun⸗ derwerk fuͤr die Habeſſinier, die dergleichen noch nie geſehen hatten.
Was die koͤnigliche Tafel⸗Ordnung betrifft, ſo iſt dieſe ſehr verſchieden von der unſrigen. Es herrſcht dort zwar weniger Aufwand, aber deſto mehr ein ſtei⸗ fes, ceremonielles Weſen. So rechnen ſich die vor⸗ nehmſten Habeſſinier zur groͤßten Ehre, wenn ſie, nachdem der Koͤnig von der Tafek aufgeſtanden iſt, fich an denſelben Tiſch begeben, und das verzehren duͤrfen, was der Koͤnig uͤbrig gelaſſen hat.— Statt der Teller und Tiſchtuͤcher hat man duͤnne Weizen⸗ kuchen von 1 Fuß in der Breite, mit welchen die Tiſche bedeckt, und welche mit den uͤbrigen Speiſen genoſſen werden. Deller, Meſſer, Gabel, Loͤffel, Salz⸗, Pfeffer⸗Gefaͤße und andere dergleichen Luxus⸗Sachen ſieht man nicht. Dafuͤr haben ſie aber auch zur Zeit des Krieges kein Heer von Packwagen, wie es bei uns oͤfters der Fall zu ſeyn pflegt. Die Speiſen, die hoͤchſt einfach ſind, und in Gemuͤſen, Fleiſch und verſchiede⸗ nen nach ihrer Art zubereiteten Bruͤhen beſtehen, wer⸗ den von den Frauen in noch einfacheren irdenen Ge⸗ ſchirren aufgetragen. Sobald ein Gericht aufgetragen iſt, werden ſogleich Tapeten vor die Tafel gezogen, damit Niemand den Koͤnig eſſen ſehe, was in der That auch nicht ganz unnoͤthig iſt. Denn der Koͤnig und ſeine Großen erniedrigen ſich nicht dazu, die


