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Außer Aruma ſind in Habeſſinien keine großen Staͤdte, wenige kleine. In Tegre iſt Dobarua der Sitz des Vicekoͤnigs, und Fremona, der erſte Au enthaltsort der Miſſionaͤre. In Dembea iſ Gubay; die Reſidenz der Koͤnigin; in Gojame Naning, in Amhara Macanacelace ꝛc. Lie⸗ ber als in Staͤdten wohnen die Habeſſinier in Doͤr⸗ fern, um einander nicht zu nahe zu wohnen, und ſo alle Streitigkeiten zu verhuͤten. Schloͤſſer haben ſte ebenfalls nicht, und groß iſt die Bewunderung der Habeſſinier uͤber unſere weitlaͤufigen Staͤdte; noch groͤßer, wie ſo viele Menſchen und Thiere an einem Orte beiſammen lebend ernaͤhrt werden koͤnnen.
XII. Vom koͤniglichen Hofo.
Nachdem Habeſſiniens Koͤnige Aruma verlaſſen batten, hatten ſie keine beſtaͤndige Reſidenz mehr; auch wohnten ſie nicht in Palaͤſten, wie unſere europaͤi ſchen Fuͤrſten, ſondern begnuͤgten ſich mit Zelten. Erſt der ſchon oͤfter genannte Peter Pays baute ihnen ein Haus nach europaͤiſcher Geſtalt auf der Halbinſel Gorgora am See Tzana, wo die Koͤuige den Winter zuzubringen pflegten, in einer ſehr angenehmen Gegend. Pays vollendete dieſes mit ungeheurer Thaͤtigkeit und Anſtrengung, da er die Arbeiter faſt
ale zuerſt ſelbſt unterrichten mußte. Doch gelang die Arbeit ſo vortrefflich, daß dieſe nunmehrige Renden


