Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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Doch Ehrgeiz und Eigennutz hieß die Großen ganz anders handeln. In der Hoffnung, unter einem un⸗ mündigen Koͤnige die Reichsgewalt an ſich zu reißen, hatten ſie ſchon, ohne eine ſo ploͤtzliche Willens⸗Aen⸗ derung des Koͤnigs zu erwarten, mit ſtillſchweigender Uebereinkunft die hoͤchſten Wuͤrden des Reiches unter ſich vertheilt, und wenn es dabei bleiben ſollte, ſo

mußte der unmüͤndige Jakob auf den Thron kom⸗

men. Ihr Entſchluß war auch bald gefaßt. Za⸗ denghel wurde gefangen auf die Inſel Deka im See Tzane abgefuͤhrt, und ihm aller Verkehr mit ſeinen Landsleuten abgeſchnitten; ein Gleiches hatten ſie dem Prinzen Susneus, einem muthigen und entſchloſſenen Juͤnglinge zugedacht, welcher ihnen aber durch die Flucht zu den Gallanern entkam, und der Knabe Jakob wurde Koͤnig. Doch wurden die Großen in ihren Hoffnungen betrogen. Jakob war kaum 1s Jahre alt geworden, als er ſelbſt nach dem Ruder des Staates griff, und mit einer Herrſchſucht regierte, die ihnen noch weniger behagte. Ehe daher noch Jakobs Anſehen im Reiche erſtarken konnte, ſetzten ſte, um ihren Fehler wieder gut zu machen, ihn ab, und Zadenghel an ſeine Stelle, der den Beinamen Atznaf⸗Saghed erhielt.

Jakob fluͤchtete mit 8 ihm treu gebliebenen Be⸗ gleitern nach Samen zu den Verwandten ſeiner Mutter, wurde aber auf dem Wege erkannt, und ge⸗ fangen zu Zadengbel gefuͤhrt, der ihn jedoch ſehr