Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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Claudius beſaß Vorzuͤge des Geiſtes und Koͤrpers, war in den heiligen Wiſſenſchaften nicht unwiſſend, ward aber von den Miſſions⸗Prieſtern darin getadelt, daß er die Hoheit des roͤmiſchen Stuhles nicht in ihrer ganzen Groͤße anerkannte. 18 Jahre hielt er unter vielen Anſtrengungen ſein Reich aufrecht, bis er im Maͤrz 1569 gegen Nurus, Feldherrn der Ade⸗ lenſer, Schlacht und Leben verlor. Er hinterließ keine Kinder; daher ging die Regierung nach kurzem Kampfe zwiſchen ſeines verſtorbenen Bruders J Keobs Sohne und dem Menas, an letzteren uͤber.

Menas hatte unter Arabern und Tuͤrken einen wilden Charakter angenommen, machte ſich dadurch ſowohl bei dem Clerus und den Portugieſen, als auch bei den uͤbrigen Habeſſiniern ſehr verhaßt; Un⸗ ruhen und Empoͤrungen waren die Folge. Iſaac Bahrnagaſt, ein angeſehener und kriegserfahrner Mann, rief 1562 die Duͤrken in das Reich, ſchlug und mordete mit ihrer Huͤlfe den Koͤnig. Seit jener Zeit ſind die Kuͤſten des rothen Meeres in den Haͤnden der Tuͤrken.

Unter ſeinen 3 Soͤhnen beſtieg S ertza⸗Deng⸗ hel mit dem Beinamen Malac⸗Seghed den Thron. Sein kriegeriſcher Muth und ſein Feldherrn⸗ Talent endeten bald die Buͤrgerkriege im Reiche, trie⸗ ben die Tuͤrken aus Tegre, und machten ihn zum Schrecken der Gallaner. Die Habeſſiniſche Kirche regelte er nach den Geſetzen der Alexandriniſchen,

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