Sein zweiter Sohn(der Erſtgeborne ward fuͤr regierungs⸗unfaͤhig erklaͤrt) Namens Stana⸗deng⸗ kel, mit dem Beinamen David, war bei dem Tode ſeines Vaters noch minderjaͤhrig, und ſtatt ſeiner ergriff die Zuͤgel der Regierung ſeine Großmutter, oben genannte Helena, eine ungemein kluge und großherzige Frau, deren Andenken noch lebt in den Herzen der Aethiopier. Auch in Europa wurde ſie bekannt durch ihre Briefe an den portugieſiſchen Koͤ⸗ nig Emanuel. Uebrigens herrſchte David, ſo lange ſeine Großmutter lebte, ſehr gluͤcklich, und trug mehrere glaͤnzende Siege uͤber die Adelen ſer davon. Aber nach Helena's Tode ergab er ſich der Schwel⸗ gerei und Wohlluſt, und gegen das Ende ſeines Lebens verfolgte ihn das Unglück auf allen Seiten. Die Adelenſer nahmen ihm unter ihrem Feldherrn Graine ſchier das ganze Land, und die Gallaner brachen aus Bali hervor. Von ſeinen 4 Soͤhnen ſtarb der erſte, Vietor, noch vor ihm; von den 3 uͤbrigen Claudius, Jakob und Menas ſoll jetzt die Rede ſeyn. 1 Claudius mit dem Beinamen Atznaf⸗Sag⸗ hed haͤtte in keiner ungluͤcklicheren Zeit an die Re⸗ gierung kommen koͤnnen. An den aͤußerſten Graͤnzen ſeines Reiches mußte er ſich verſteckt halten, und nur die wahrhaft wunderbare Huͤlfe, die ihm Gott durch Johannes III., Koͤnig von Portugal, zu Theil wer⸗ den ließ, rettete ihn von gaͤnzlichem Verderben⸗
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