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im Schweiße ihres Angeſichtes ſich erwerben, das raubt ihnen wieder die raͤuberiſche Gewalt der Gal⸗ lauer. Sie bebauen das Feld nicht, verlegen ſich blos auf die Viehzucht, und im Kriege und Frieden treiben ſie ihre Heerden mit ſich. Das Fleiſch eſſen ſie roh und ohne Brod, ihr Getraͤnk iſt Milch, zu Hauſe wie im Felde. Auf ihren Zuͤgen fuͤhren ſie kein Gepaͤcke. Bei dieſer natuͤrlichen Wildbeit, bei dieſer aͤrmlichen und einfachen Lebensweiſe, bei ihren unentnervten Koͤrpern, bei der Schnelligkeit und Beweglichkeit ihrer Heereszuͤge, ſind ſie der Schrecken aller gebildeten, durch Ueberfluß und Reichthum verweichlichten Voöl⸗ ker; und werden ſie doch zuweilen beſiegt ſo ziehen ſie ſich mit ihren Heerden in das Innere ihres Landes zuruͤck, und ihre Armuth und die Unwirthlichkeit ihres Landes ſchuͤtzet ſie vor weiterer Verfolgung. Sie waͤhlen ſich alle s Jahre einen Heerfuͤhrer, dem ſie jedoch nur im Kriege gehoörchen, und deſſen erſtes Geſchaͤft immer ein Ueberfall der Habeſſinier ſeyn muß.
Die Gallaner haben eine eigne von der Habeſſi⸗ niſchen verſchiedene Sprache, keine Bilder, aber die Beſchneidung. Ihre Gotthéit iſt der Himmel, die ſie jedoch, was ſelbſt die wildeſten Araber nicht thun, durch keinen Dienſt verehren. Dagegen zeichnen ſie ſich durch Geiſtes⸗Gaben und Gelehrigkeit aus, und beweiſen fuͤr das Chriſtenthum große Empfanglichkeit So ſind alſo die Gallaner beſchaffen, welche die Machtt


