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chern ſie nur mit vieler Muͤhe und durch lange Uebung erlernt werden kann. Indeſſen hat aber doch die Aethiopiſche Sprache bei Abfaffung von Buͤchern, urkunden, Koͤniglichen Schreiben, und bei dem Got⸗ tesdienſte ihren Werth beibehalten. 8
Nichts deſto weniger herrſcht in den uͤbrigen Provinzen noch eine große Verſchiedenheit der Spra⸗ chen. Tellez ſagt, daß es ſo viele Sprachen als Provinzen gebe; daß in einer und derſelben Provinz die Dialekte ſo verſchieden ſeyen, als die Bewohner ſelbſt; daß aber die Gebildeteren und Vornehmeren immer, wie in Europa etwas lateiniſch, ſo in Ha⸗ beſſinten etwas Amphariſch verſtaͤnden.
Die durch das Land zerſtreuten Muhamedaner ſprechen als geborne Araber ihre Mutterſprache, die am Hofe und unter den Kaufleuten hinlaͤnglich be⸗ kannt iſt— und die Juden bedienen ſich eines durch Aethiopiſche Provinzialismen verdorbenen Talmudi⸗ ſchen Dialekts, wie ſchon oben geſagt wurde. Die griechiſche Sprache verſtehen die Habeſſinier gar
mich 1 8 man die große Verſchiedenheit dieſer Spra⸗ chen erwaͤgt,— wie eitel erſcheinet nicht das Bemuͤhen derjenigen, die eine beſtimmte Anzahl aller Sprachen des Erdkreiſes anzugeben wagen wollen? Sind doch ſchon in dem einzigen Afrika die Sprachen un⸗ zaͤhlig!
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