Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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liche Schmerzen, und nur ſelten unter dem Beiſtande einer Hebamme gebaͤren ſie.

Rebſt den Habeſſiniern bewohnen dieſes Reich auch Juden, Mahomedaner und viele Heiden. Be⸗ ſonders zahlreich waren ſonſt die Juden, welche ganz Dembea, Wegara und Samen im Beſitze hatten. Gegenwaͤrtig leben ſie zerſtreut, jedoch die meiſten noch in Dembea, und beſchaͤftigen ſich mit Wuͤr⸗ kereien, Zimmer⸗, Bau⸗ und Schmid⸗Arbeiten, die ſie trefflich verſtehen.— Auch an die weſtliche Graͤnze des Reiches unter die Cafrer am Nile haben ſie ſich, da ſſe von Susneus aus ihren vorigen Sitzen ver⸗ trieben wurden, zuruͤck gezogen, wo ſie unter dem Namen— Falasjan— Fluͤchtlinge, bekannt find. Die meiſten haben ihre Synagogen und hebraͤiſche Bibel noch, und ſprechen unter ſich einen verdorbenen talmudiſchen Dialekt.

Die Muhamedaner leben unter den Chriſten ganz frei geduldet, bebauen das Feld, und treiden den Haudel, der faſt ganz in ihren Haͤnden liegt, weil ſie als Muhamedauer ungehinderten Durchgang durch die tuͤrkiſchen und arabiſchen Laͤnder und uchere Stappel⸗ Plaͤtze vom rothen Meere her haben, 2nbe Umtauſch des Habeſſiniſchen Goldes mit Indiſchen Waaren nicht unbedeutende Geſchaͤfte machen..

Endlich wird Habeſſinien noch von zahlreichen Heiden— Cafirunag— Unglaͤubigen genannt, be⸗ wohnet, von wilden, rohen Voͤlkern, ohne Gott,