Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

.

170 Wachs und Honig, welche ſie bereitet, und dieſer Wachs und Honig durch ſeine beſondere Guͤte aus. Auch gilt der Habeſſinier Honig als eine vorzuͤgliche

Arzuei. Bemerkenswerth ſind die ungewoͤhnlich großen

Ameiſen dieſes Landes, welche ſie Gundan heißen.

Dieſe ziehen in einem ganz regelmaͤßigen Zuge einher, ſo daß ſie gleichſam einen ordentlich gebahnten Weg hinter ſich laffen. Die Nahrung, die ſie ſinden, ver⸗ zehren ſie ſogleich, und ihr Biß iſt ſehr ſchmerzkaft. Noch zwei Arten von Ameiſen, von denen eine ge⸗ fluͤgelt iſt, und welche ebenfalls in Habeſſinien ſich finden, ſcheinen ganz mit den unſrigen uͤberein zu kommen.

XIII. Beſchaffenheit und Charakter der Habeſſinier.

Tellez macht uns von den Habeſſiniern eine ſehr vortheilhafte Schilderung. Er ruͤhmt ihre Bil⸗ ligkeit, Gerechtigkeit, Verſoͤhnlichkeit, Sanftmuth, Wahrhaftigkeit und ihren chriſtlich frommen Sinn. Wirklich ſind ſie auch gar nicht grauſam, vergeſſen leicht Beleidigungen, haben ſelten Streitigkeiten, und noch ſeltner entſcheidet dieſe das Schwert. Aber alle dieſe Tugenden haben in einem hohen Grade die Enareenſer, wie dieſes die Habeſſinier ſelbſt ein⸗

geſtehen, indem ſie ſagen, daß dieſe durch Vorzuͤge

——