166 Schweife. Es lebe einſam in den Waͤldern, und
gehe nur ſelten in das Freie. Es ſind noch viele
Nachrichten uͤber dieſes Thier vorhanden, aber alle verſchieden lautend, und daher nicht zuverlaͤßig.
X. Von den Amphibien und Waſſerthieren Habeſſiniens.
Unter dieſen ſteht zuerſt das rieſenhafte Nilpferd, von den Habeſſiniern Gomari genannt. Dieſes Thier hat, wie bekannt, eine ungeheure Koͤrpermaſſe und erſtaunliche Staͤrke. Seinen Namen hat es deß⸗ wegen, weil es am Kopfe einem Roſſe ſehr aͤhnlich iſt: jedoch hat es keine Maͤhne, kurze Fuͤße, eine glatte und kahle Haut, und iſt wenigſtens noch einmal ſo groß, als ein Ochs. Im See Tzana halten ſich ihrer viele auf, in deſſen Naͤhe ſie die Saaten ver⸗ wuͤſten, kleine Fahrzeuge umſchlagen, und ſo das Schiffen auf dieſem See unſicher machen. Gleich faſt allen uͤbrigen reißenden Thieren fuͤrchtet es auch das Feuer, und kann dadurch mit leichter Muͤhe ferne ge⸗ halten werden. Man macht auf ſie Jagd, ißt ihr Fleiſch, und benutzet auf mancherlei Weiſe ihre ſehr dicke Haut, beſonders zu Schilden.
Weit fuͤrchterlicher iſt das Krokodil, das ſich zwar nicht in dem See Tzana, aber in dem Fluſſe Ta⸗ ea ze, der in den Nil ſich ergießt, aufhaͤlt. An man⸗ chen Orten giebt es ſehr große Waſſer⸗Eidexen, unter
—


