Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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Unzaͤhlige Heerden von Affen durchwandern ſeine Ge⸗ birge; ihr Futter, das beſonders in Wuͤrmern beſteht, unter allen Steinen hervorſuchend. Auch den Amei⸗ ſen gehen ſie nach; aber verderblich werden ſie allen Feldern und Gaͤrten, die ſie unbewacht finden: denn dieſe werden ſicher gaͤnzlich gepluͤndert, wobei ſie mit großer Behutſamkeit und nicht ohne ausgeſtellte Wa⸗ chen zu Werke gehen. Dabei hat aber Habeſſinien auch ein recht zahmes Thierchen, das man fuͤglich wegen ſeiner Aehnlichkeit mit dieſem Thiere, Meer⸗ katze heißen koͤnnte. Es iſt verſchiedenfarbig, ge⸗ woͤhnlich hellblau, doch erzeugt Indien auch ſehr ſchoͤne weiße, die ſo zart ſind, daß ſie nur aͤußerſt ſchwer zu uns gebracht werden koͤnnen.

Noch nennet uns Gregorius ein ſtarkes und reißendes Thier, welches die Einwohner jener Gegenden Arweharis nennen— ohne Zweifel der Harſhan — Einhorn— der Araber, welches ungemein ſchnell iſt, und die Geſtalt einer Ziege hat. Einige halten dieſes Thier fuͤr den Monoceros der Alten, andere für ein ganz fabelhaftes, andere fuͤr eine gaͤnzliche Mißgeburt der Natur. Indeſſen ſpricht die Nachricht Johann Gabriel's, und die Schilderung mehre⸗ rer Portugieſen und anderer Augenzeugen dahin, daß der Arweharis wirklich eine Art Einhorn ſey, von der Groͤße und Geſtalt eines Pferdes, von kaſtanien⸗ brauner Farbe, ſchwarzen aber kurzen Maͤhnen und