Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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Koͤrper einen ausdehnenden Einfluß aͤußert, giebt es in Habeſſinien auch ungemein große Thiere, be⸗ ſonders Ochſen von ſo ungewoͤhnlicher Groͤße, daß die groͤßten Ungariſchen und Ruſſiſchen als klein dagegen erſcheinen. Dagegen haben ſie ein Gehoͤrne von we⸗ nigſtens 4 Schuh in der Breite.

Das Zuchtvieh Afrika's war ehedem ſehr bekannt, und noch geben ſich einige Voͤlker, z. B. die Beck⸗ lenſer nicht weit von Suagena mit der Viehzucht ab. Sie bewohnen im Sommer die Gebirge, im Winter die Ebenen, und wechſeln ſo ihre Wohnungen nach dem Beduͤrfniſſe des Futters. Edel und kraͤftig iſt in Habeſſinien die Race der Pferde, derer ſie ſich nur in Schlachten und in Wettrennen bedienen. Alle Dienſte, welche ſonſt die Pferde bei uns verrich⸗ ten, muͤſſen ihnen die Maulthiere leiſten, die ſie außerdem noch zu haͤufigen Laſttragen in den Gebirgen verwenden. Die Farben der Pferde ſind, wie bei uns, verſchieden, doch ſind die meiſten ſchwarz. Beſchlagen werden ſie nicht; wenn es durch beſchwerliche Wege geht, ſo reiten die Habeſſinier auf Mauleſeln, und die Pferde werden gefuͤhrt.

Kameele giebt es nur in den Ebenen, da ſie den brennenden Sand eher, als die ſteinigten Gebirgswege gushalten.

Jene ganz eigene Gattung von Schafen, wie ſie der Orient und Afrika hervorbringen, ſind auch in Habeſſinien einheimiſch. Sie haben ſo dicke