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Nicht zu uͤbergehen ſind ferner auch 2 ganz ſon⸗ derbare Fluͤſſe Habeſſiniens. Der eine, Ha⸗ waſh, entſpringend in der Nachbarſchaft von Shewa und Wedt richtet ſeinen Lauf gegen das Reich Adel⸗ deſſen duͤrren Boden zu erfriſchen. Freudig empfan⸗ gen die Einwohner den Wohlthaͤter, und vertheilen ihn zur Bewaͤſſerung ihrer Felder inſo viele kleine Baͤche, daß zuletzt der Hawash aufhoͤrt zu ſeyn, und ſeine kleinen Reſte im Sande verbirgt.— Der an⸗
dere— Mareb— entſpringend in Degre, nicht
weit von Fremona, fließet, im Gebiete der Cafrer angekommen, eine lange Strecke unter der Erde fort, und die Einwohner muͤſſen 10 Spannen tief graben, um ſein Waſſer und ſeine Fiſche zu gewinnen; bald darauf kommt er, nachdem er Degre beinahe ganz umfließet, nahe an ſeiner Quelle wieder zum Vor⸗ ſchein, und verſchwindet endlich, durch ſeine Wellen die trocknen Gefilde von Deauin bewaͤſſernd.
Der Schifffahrt ſind die Habeſſinier gaͤnzlich un⸗ kundig; denn einmal ſind ihre Fluͤſſe fuͤr dieſelbe zu gefahrvoll; dann beſitzen ſie auch im rothen Meere keinen Hafen. Nur den See Tzane beſchiffen ſie unter Lebensgefahr mit kleinen aus einem Blocke ge⸗ hauenen Nachen.— Dieſer See liegt dieſſeits der Aequinoctial⸗Linie, und hat 13 ½ Grade der Breite. Seine Laͤnge betraͤgt 30, ſeine Breite gegen 12 por⸗ tugjeſiſche Meilen. Unter ſeinen vielen Inſeln, die
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