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Durchgrabung der Nil gar leicht eine andere Richtung erhalten wuͤrde. Endlich ſollen die Tuͤrken wirklich den Habeſſiniern deßwegen Tribut bezahlen, und die Beherrſcher Aerhiopiens haͤtten ſchon bei verſchie⸗ denen Gelegenheiten aus derſelben Urſache von den Sarazenen ſehr vortheilhafte Bedingungen und
Vertraͤge erhalten.
Allein dagegen ſtehet doch zu bedenken: Einer ſo rieſenhaften Arbeit, wie die Verdaͤmmung und Ab⸗ daͤmmung des Rils, ſcheinen die Habeſſinier gar nicht gewachſen geweſen zu ſeyn; dann waͤre wohl gar nicht einmal moͤglich geweſen, einem ſo gewaltigen Strome, wenn er einmal einen andern Lauf angenommen hatte, ſein altes Beet wieder anzuweiſen. Ferner wenn die Ableitung des Nils in des Koͤnigs von Habeſſinien Macht ſtaͤnde, wuͤrde nicht auch das Sehickſal A e⸗ gyptens und der Tuͤrkei in ſeinen Haͤnden lie⸗ gen? Wuͤrde er dulden, daß ſeine chriſtlichen Glaubens⸗ Genoſſen mit ihrem Patriarchen von den Muhameda⸗ nern ſo gedrangſalt wuͤrden? Wuͤrde man nicht ſchon zur Zeit der Miſſionen von den tuͤrkiſchen Baſchas, welche die Haͤfen des rothen Meeres inne hatten, mehreres durch Drohungen, als durch Bitten und Beſtechungen erhalten haben?
So viel ſcheint indeſſen doch gewiß zu ſeyn, daß dort, wo der Nil ſich in 2 Arme theilt, die Ablei⸗ tung deſſelben von Aegypten keine ſo gar unge⸗ henre Arheit waͤre. Denn wenn man den erſten Arm


