Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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und ſeine Ueberſchwemmungen verurſachen. Allein dieſe Winde wehen bald heftig, bald minder heftig, und des Nachts gar nicht, ohne daß dadurch das Aus⸗ treten des Nils eingeſtellt wuͤrde.

Auch iſt ausgemacht, daß der Nil nicht ganz nach Aegypten komme, in welchem Falle wohl ſeine Ueberſchwemmungern mehr gefaͤhrlich werden wuͤrden; ſondern daß er ſich in 2 Arme theile, von denen der groͤßere zwar noͤrdlich, der andere aber, den die Grie⸗ chen, wie den Nil uͤberhaupt Nigris nennen, weſt⸗ lich ſich wendet, und das Land der wahrſcheinlich von ihm benannten Nigriten durchſchneidet, bis ihn der Ocean aufnimmt.

Man hat in Beziehung auf den Nil die keines⸗ wegs unwichtige Frage aufgeworfen, ob der Koͤnig von Habeſſinien im Stande waͤre, den Nil ſo abzuleiten, daß er nicht nach Aegypten fließe und ſo dieſem und der Tuͤrkei verderblichen Nachtheil bringe.— Die Meinungen dafuͤr und dagegen ſind folgende: Auf der einen Seite ſagt eine wirklich ſehr glaubwuͤrdige Nachricht, daß ſchon einmal ein Koͤnig von Habeſſinien dem Nil durch einen vorgeſetzten Damm eine andere Richtung gegeben, und nur durch die dringenden Bitten der Aegypter bewogen, dieſen wieder weggenommen habe.— Ferner iſt es ganz richtig, daß nicht weit von den Quellen des Nils das ganze oͤſtliche Land abhaͤngig iſt, und nur ein Berg im Wege ſteht, nach deſſen nicht ſehr beſchwerlicher