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ohne ſeine Farbe zu aͤndern, wendet ſich dann gegen
Mittag, ſtroͤmt links Bagemdra, A mhara, W a⸗ leka, Shewa und Damot vorbei, und nimmt die
verſchiedenen Fluͤſſe dieſer Laͤnder auf, als: den
Balshlo, Tzohnag, Kecem, Jema, Roma und Woneit; rechts umſtroͤmt er wie im Kreiſe Gojam, verſtaͤrkt ſich durch deſſen Fluͤſſe Muga, Abaja, Aswari, Temei, Gult und Tzulz wendet ſich nochmals, gleichſam Abſchied von ſeiner Quelle zu nehmen, weſtlich, verlaͤßt dann rechts Habeſſinien, richtet, nun ſchon zum großen Strome angewachſen, ſeinen Lauf noͤrdlich durch duͤrre und ſandige Land⸗ ſchaften, um endlich Aegypten mit ſeinen Segen bringenden Wogen zu begluͤcken. Was das Austreten des Nils in Aegypten, und die dadurch bewirkte Fruchtbarkeit dieſes Landes be⸗ langt, ſo hat ſie aller Vermuthung nach ihren Grund
darin: Die meiſten Laͤnder der heißen Zone werden,
wenn die Sonne in die Winter⸗Zeichen zuruͤcktritt, von unaufhoͤrlichen heftigen Regenguͤſſen uͤberſchwemmt. Es ſammelt ſich daher von allen Seiten eine große Waſſermaſſe, die im gewoͤhnlichen Flußbette keinen
Naum mehr findet. Wenn alſo der Nil die Ebenen
Aegyptens erreicht, ſo muß er nothwendig austreten. Zu dieſer Austretung tragen wenig oder gar nichs bei die Paſſat⸗Winde, von denen einige behaupten, daß ſie die Fluten des Meeres gegen die Muͤndung des Nils zuruͤckdraͤngen, ſo deſſen Ausmuͤnden verhindern,


