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Die Graͤnzen von Habeſſinien ſind: Gegen Norden das Reich Fundt, nach andern Sennar ein Theil des alten Nubiensz oͤſtlich war ehemals das rothe Meer die Graͤnze, aber jetzt gehoͤrt die ganze Kuͤſte den Tuͤrken, welche den Hafen Arkiko mit der anſtoßenden Inſel Matzua erobert haben, und uͤberhaupt Herren des dortigen Meeres ſind, welches indeſſen fuͤr die Schifffahrt ungemein gefaͤhrlich, und daher von europaͤiſchen Schiffen wenig beſucht iſt⸗ Bei der Einfahrt in den Meerbuſen Babelmandeb⸗ d. i. Pforte des Ungluͤcks,(ſo genannt von den Ara⸗ bern wegen der haͤuſigen da geſchehenen Schiſbbruͤche) erblickt man zur Linken dieſes Meerbuſens das Reich Dancale, deſſen Koͤnig mit den Habeſſinſern in gutem Verhaͤltniſſe ſteht. Mehr einwaͤrts liegen die Beſitzungen des muhamedaniſchen Koͤnigs von Adela⸗ der grimmiger Feind der Habeſſinier, und im vorigen Jahrhundert ihre Geißel war. Hierauf folgen die Reiche Da⸗Waro, Bali, Fatagar, Wedt, Bizamo, Cambota nebſt vielen andern Provinzen, welche alle die wilden Gallaner entweder erobert, oder in Einoͤden umgeſchaffen haben. Suͤdlich(viel⸗ leicht 8 Geade) wird Habeſſinien begraͤnzt von den heidniſchen Reichen Alaba und Gingiro, bis man das letzte von 8— 9 Graden weſtlicher Breite, Ena⸗ reja, erreicht. Die weſtliche Graͤnze von Habeſ⸗ ſinien machen der Fluß Maleg und der Nil, der durch ungeheure Wuͤſten bis hieher ſich herausgewaͤlzt


