Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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aͤthiopiſchen Buͤcher gedruckt wurden, nannte man ihre Sprache die Chaldaͤiſche, ſtie ſelbſt faͤlſchlich bald Chaldaͤer, bald Indier. Wir be⸗ halten die allgemein bekannte Benennung Habeſſi⸗ nien und hier und da Aethiopien bei, da dieſe unter den Gelehrten ſowohl, als unter den Ha⸗ beſſiniern ſelbſt gangbar iſt.

II. Lage und Graͤnzen Habeſſiniens.

Habeſſinien, von einigen auch Ober⸗Ae⸗ thiopien genannt, liegt in Afrüka oberhalb Ae⸗ gypten uͤber Nubien hinaus, und hat allenfalls 8 16 Grade noͤrdliche Breite, beruͤhrt aber die Ae⸗ quinoctial⸗Linie nicht, wie bisher faſt alle Geo⸗ graphen und Hiſtoriker faͤlſchlich behaupteten. Ge⸗ lehrte, in der Aſtronomie wohl unterrichtete Jeſuiten haben zuerſt die richtige, oben angegebene Breite be⸗ ſtimmt, wiewohl auch ſie die Laͤngen⸗Grade von Ha⸗ beſſinien nicht mit Gewißheit ausmitteln konnten. Seine groͤßte Breitenflaͤche geben die Portugieſen auf 140 franzoͤſiſche Meilen an, und ſeine groͤßte Laͤnge erſtreckt ſich vom nothen Meere bis an die Graͤnze von Dem bea in gerader weſtlicher Richtung. Hier wird die Landſchaft immer ſchmaͤler, die oͤſtliche und weſtliche Grenze immer enger, ſo daß das Land zuletzt in einen Kegel zulaͤuft, woran die Abreißung vieler Provinzen durch die Gallaner Urſache iſt.

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