Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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366 Welle uͤberſchuͤtten kann. Man begiebt ſich daher nur

dann auf dieſelben, wenn der Wind guͤnſtig iſt, und die Fahrt nicht weit geht⸗

Mit Aufgange der Sonne verließen unſere Rei⸗ ſenden den Hafen von Suda. Ein kuͤhler Wind blies guͤnſtig in die Segel, und trieb das Fahrzeug nach Argentiera, wohin es beſtimmt war. Lange ſah man im Ruͤcken das Cap Melek und das hohe Ge⸗

biege von Sybachia, wie ſte ſich in den Wolken

verhargen, und beim Vorruͤcken des Schiffes immer unſichtbarer wurden. Gegen Mittagszeit waren fie ganz verſchwunden. Da der Wind guͤnſtig blieb und der Himmel heiter, ſo kam man Abends um 9 Uhr nach einem zuruͤckgelegten Wege von 30 Seemeilen in dem Hafen von Argentiera vor Anker. Der Vice⸗ conſul empfing und bewirthete die Reiſenden mit vieler Hoͤflichkeit.

Savary wollte nach Konſtantinopel, hoͤrte aber hier, daß dort die Peſt wuͤthete, und gab ſogleich deshalb ſein Vorhaben auf. Die Reiſe⸗Gefaͤhrten redeten ihm zu; allein er hatte das Uebel in der Naͤhe ſchon kennen gelernt, und wuͤnſchte ihnen die gluͤck⸗ lichſte Reiſe. Er blieh alſo zunuͤck, und beſah Ar⸗ gentiera.

Die kleine Inſel, einſt Cimolis genannt, hat nur ſechs Meilen im umfange. Der Boden iſt duͤrre,