Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

367 und es mangelt an Quellen. Man hat nur Ciſternen⸗ Waſſer oder ſolches, was von Milos gebracht wird⸗ Berge, Thaͤler und offenes Land ſind baͤumelos. Die Einwohner wollen lieber keine Pflanzungen haben, als etwas gewinnen, und dann das Doppelte davon Tri⸗ but zahlen. Die Huͤgel der Inſel ſind voll ſpitziger Felſen und ohne Gruͤn. Der Boden liefert nicht mehr, als was die Einwohner brauchen; ſie wollen auch nicht mehr. Die uͤbrigen Produkte der Inſel ſind Federvieh, Ziegen, Schafe, Wachteln, Haſen, Reb⸗ buͤhner, Fiſche und ein ordinaͤrer Wein. Eben aber⸗ weil die Inſel nichts liefert, die Einwohner nichts erzielen wollen, und kein Fort auf derſelben iſt, darum ſind keine Aga's und keine Kadi's hier. Doch ſind ſie nicht von dem Charatſch frei; dieſer wird jaͤhrlich durch Abgeordnete eingeſammelt⸗ 5

Vor Argentiera liegt eine lange duͤrre Klippe, welche die verbrannte Inſel genannt wird. In dem Kanal dazwiſchen finden die Schiffe einen guten Ankerplatz. Uebrigens iſt das Ufer um die ganze In⸗ ſel ſteil und unzugaͤnglich.

Zu Argentiera ſieht man auf die Inſel Mi⸗ los, welche nur eine halbe Meile entfernt iſt; jetzt heißt ſie Milo oder Mila⸗ Ehemals hatte ſie eine von den Phoͤniziern erbaute Stadt gleiches Namens. Sie hat einen ſchoͤnen Hafen, deſſen Muͤndung nach Nordweſt ſieht, und ein geraͤumiges Becken oͤffnet⸗