Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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7 der Religioſen ſinde Das Kloſter iſt mit allen zum Ackerbau noͤthigen Geraͤthen verſehen, und waͤhrend die Prieſter den Gottesdienſt beſorgen, bauen die Layen⸗ bruͤder das Feld. Das ganze Kloſter iſt eine Republik, deren Reichthum durch Arbeit erworben, und in Zu⸗ friedenheit verzehrt wird. Incn

Ueber rauhe Wege kommt man in einer Stunde von dieſem Kloſter in jenes von St. Johannes, das, auf der hoͤchſten Spitze des Cap Melek ſteht, und eine freie Ausſicht in die Umgegend gewaͤhrt. Gegen Suͤd ſieht man die weißen Berge, gegen Weſt die Moſcheen⸗Thuͤrme von Kanea, gegen Nord die ferne Spitze des Cap Spada und die Schiffe, die in jenen Gewaͤſſern fahren. Nimmt man den Ho⸗ rizont enger, ſo erblickt man Huͤgel⸗Reihen mit Wein⸗ bergen, Berge voll Felſenſpitzen, und in der Ebene Schloͤſſer, von Buſchwerk umgeben. Noch naͤher hat man nichts als ſehr jaͤhe Abhaͤnge, kaleinirte Felſen und rieſig aufgethuͤrmte, Schauer erregende, und un⸗ fruchtbare Berge. 4 46 al nt

Von dieſer Einſiedelei fuͤhrt ein ſchmaler, ſtellen⸗ weiſe durch Felſen gehauener Pfad nach einer von der Natur verzierten Grotte, zu deren Eingang ein jaͤher Hohlweg hinabfuͤhrt. Die glaͤnzendſten Stalactiten ſind der Schmuck ihres Innern, und bilden mancherlei Geſtultenn 10 0 dürzan dat enee. aun Geht man aber von dem Cap Melek wieder herab nach Kanen, ſo trifft man unterwegs auf das Frau⸗