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Lande hat man zwiſchen den Bergen doch Gegenden, die der Aufmerkſamkeit und des Durchwan derns werth ſind.— Der oͤſtliche Theil bildet eine der Seiten des Meerbuſens von Suda, unfern deſſen Muͤndung ein Schloß gleiches Namens den tuͤrkiſchen Waffen viele Jahre widerſtand. Dieſes Fort Suda, leicht un⸗ uͤberwindlich zu machen, iſt einer der wichtigſten Plaͤtze in Kandia. Jenſeits dieſes Forts iſt ein Ankerplatz von einer ſolchen Weite, daß daſelbſt die zahlreichſte Flotte Stand halten kann, dabei vor allen Winden ſicher, und ſo gut als in einem Baſſin eingefangen iſt.
Der aͤußerſte Theil des Meerbuſens von Suda heißt Kulate, und iſt nur anderthalb Meilen von dem Hafen von Kanea entfernt. Es koͤnnte zwiſchen beiden Haͤfen leicht eine Verbindung hergeſtellt werden, durch einen kurzen Kanal. Der Vortheil iſt nicht ge⸗ ring zu achten. 1 idum dnn zrgnt en
Zu den hoͤheren Gegenden des Cap Me lek iſt der Weg beſchwerlich. Er fuͤhrt uͤber ſteile und unfrucht⸗ bare Berge, wo es Rebhuͤner und Haſen im Ueberfluſſe giebt, wo aber der Ackersmamn wenig ernten wuͤrde. Iſt man hinauf, ſo zieht ſich der Weg in eine Ebene hinab, die ihre Fruchtbarkeit einem Moͤnchs⸗Konvente zu danken hat, Wein, Korn, Gerſte, Oliven und Man⸗ deln tragen. Durch eine lan ge Allee von hochſtaͤmmi⸗ gen Cypreſſen kömmt man in das Dreie inigkeits⸗
Kloſter, welches ein laͤngl iches Viereck bildet mit ſeinem Hofe, in welchem eine Kirche und viele Cellen


