Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1830)
Entstehung
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erſte giebt die Schritte an, und ſie heben einen Fuß um den andern, wie etwa bei den deutſchen Taͤnzen geſchieht. Die zweite Taktweiſe macht ſtaͤrkere Bewe⸗ gangen, und der Tanz bekommt Aehulichkeit mit dem der Nieder⸗Bretagner. Bei der dritten Takt⸗ weiſe ſpringen ſie zuerſt mit dem einen, dann mit dem andern Fuße bald vorwaͤrts, bald ruͤckwaͤrts, ohne ſich beſonders auzugreifen⸗ Dieſelben Schritte und Bewe⸗ gungen machen die Taͤnzer von der Gegenparthei nach. Dabei wird geſungen, und genau auf die Menſur der Muſik geachtet. Die Formen des Tanzes ſelbſt ſind verſchieden; bald bildet man einen Kreis, bald Reihen; bald fordert man ſich zu Kaͤmpfen heraus, und koͤmpft auch wohl gar dabei. Man darf indeſſen nicht ſchlie⸗ ßen, daß Leute, die ſolche Waffentaͤnze halten, eben auich kriegeriſch ſeyen. Ehemals waren wohl die Srha⸗ chioten ſtark und muthig gegen ihre Unterdruͤcker; jetzt zahlen ſie aber ihren Charatſch ſo gut, wie die andern Griechen, und man kann nicht ſagen, wann dieſelben ihr Joch wie Helden⸗ und muthig wie ihre Ahnen abſchuͤtteln werden. Wir wenden uns jetzt mit den Reiſenden an das Cap Melek, welches ſich nord⸗ und oſtwaͤrts von Kanea fortzieht, und ehemals das Vorgebirge Cia⸗ mum hieß. Der vordere Theil deſſelben hat ſechs Meilen im Umfange. Die Seefahrer, die ſich ihm naͤhern, ſehen freilich nichts als ſpitzig in die Hoͤhe ſteigende Felſen und fuͤrchterliche Klippen; allein in