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anſehnlicher Laͤnge; die zweite Reihe der Berge iſt ſchon betraͤchtlich hoͤher. Weiter hin kommen dann die hohen Berge, welche den Namen der weißen Berge fuͤhren von dem Schnee, mit dem ſie einen Theil des Jahres bedeckt ſind. Alle dieſe Berge ſind eine Apanage der Sultanin Walide, die ihren Guͤnſt⸗ ling jederzeit zur Verwaltung und Erhebung des Tri⸗ bats, den die Bewohner deſſelben geben muͤſſen, ab⸗ ſendet; ſie ſind alſo außer dem Befehle der Paſchen dieſer Inſel.. 4 Die Bewohner dieſer Gebirge ſind Griechen, und beißen Sphachioten. Sie haben zahlreiche Ziegen⸗ und Schafherden, treiben Bienenzucht, machen guten dem Parmeſan ahnlichen Kaͤſe, und verkaufen von den Produkten, was ſie entbehren koͤnnen, in den benach⸗ barten Flecken und Doͤrfern. Sie machen einen eige⸗ nen Volksſtamm der Griechen aus, reden ihren eigenen Dlalekt, und haben manche Gebraͤuche aus alter Zeit beibeyalten. Sie ſind ſtark, muthig, und treffliche Schuͤtzen und Jaͤger. Eigen iſt ihnen eine Art von Nationaltanz, den ſie aus dem Alterthume beibehalten baben, und Pyrrhicha nennen. Sie erſcheinen dabei in alterthuͤmlicher Tracht. Ein Guͤrtel haͤlt ihren Rock zuſammen; Ihre uͤbrige Kleidung ſind Hoſen und Halbſtiefel. Auf der Schulter haͤngt ein Koͤcher mit Pfeilen, und am Arme ein geſpannter Bogen. Ihre Huͤfte ziert ein langer Degen. So beginnen ſie den Tanz, der drei verſchiedene Taktweiſen hat. Die


