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ſie bei dem Cap Depranum:; von da zieht ſie ſich ſuͤdlich, wo der Flecken Sphachia liegt, und durch eine Schanze gegen Korſaren geſchuͤtzt iſt. Von dieſem hohen Mittelpunkte laufen zwei Arme nach dem Pe⸗ loponnes vor, von denen einer in das Cap Spada, der andere in das Cap Suſa auslauft. Dieſe weſt⸗ lichen Arme des Gebirges hießen einſt Tityrus und Kadiscus. Die Bergreihe Titvrus endete im Cap Spada, einſt Dietynna; der Kadiscus endete im Cap gleiches Namens, oder in dem jetzt Suſa genannten Vorgebirge. Beide Gebirge ſind ſteil, und tragen wenige Produkte, hier und da Cy⸗ preſſen, Fichten und einige Arten Laubholz. Die Doͤrfer daran ſind gering und ſchlecht bewohnt. Der Reiſende findet daſelbſt keine Stadt. Hinten in dem von dieſen Bergen umſchloſſenen Meerbuſen liegt der Flecken Ciſams, mit einem ſchlechten Hafen und verfallenem Schloſſe. Bei dem Vorgebirge Suſa ſieht man die auf einem Felſen angelegte Feſtung G r a⸗ buſa, in welcher ſich die Venetianer lange gegen die Ottomannen hielten, bis der Kommandant derſel⸗ ben den Verraͤther ſpielte. Das Gebirge bildet vor Kanea eine unabſehbare Vormauer, die bis in die Wolken reicht, und die Stadt von dem uͤbrigen Theile der Inſel abzuſchneiden ſcheint. Die niedrigſte Ge⸗ birgsreihe iſt nur zwei Meilen von der Stadt entfernt⸗ und gegen 300 Toiſen hoch. Zwiſchen dieſer und der zweiten oͤffnet ſich eine drei Meilen breite Ebene von


