mit dem ſie umgebenden Gruͤne ab, und das Auge kann ſich nicht ſaͤttigen. In der Ebene ſtehen bluͤ⸗ hende Myrthen⸗Gebuͤſche, und bilden die lieblichſten Haine, worin man nicht muͤde wird ſpazieren zu gehen, ſo ſchoͤn iſt ihr Laub, ſo ſuͤß und balſamiſch die Ausduͤnſtung ihrer Blumen. So lange die Ebene iſt, ſo lange zieht ſich auch ein Bach durch. Die Ufer deſſelben ſind mit Lorber⸗Roſen⸗Baͤumen um⸗ ſaumt. Die Schoͤnheit ihrer Blumen, wie ſie von einer Entfernung zur andern hinter den bluͤhenden Myrthen⸗Straͤuchen hervorblicken, bildet eine Scene, welche den Pinſel eines geſchickten Malers zu be⸗ ſchaͤftigen werth waͤre. Doch das Vergnuͤgen des Auges iſt noch gering gegen das des Geruchs.
Solche Gegenden, ſolche Natur ſah Sa vary, und wer moͤchte ihn nicht darum beneiden! Wer moͤchte nicht mit ihm gewandert ſeyn! Doch verſichert uns eben dieſer Reiſende, daß nicht alle Gegenden gleich entzuͤckend ſeyen; deſſen ohngeachtet aber haͤtten die Alten in ihren Natur⸗Schilderungen nie etwas anders, als die Natur ſelbſt dargeſtellt. Gehoͤrte dieſe
Inſel einem gebildeten Volke, wie wuͤrde ſis noch ſchoͤner ſeyn!
Die weißen Berge hat man, ſobald man aus Kanea heraus kommt, vor ſich, und ſie heißen jetzt die Berge von Sphachia. Sie bilden eine Kette, deren Hoͤhe dem Ida nichts nachgiebt, und die laͤngſte der Inſel iſt. Oeſtlich von Suda beginnt


