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den Duͤrken, leben jedoch bedruͤckt von ihren Tyrannen.
Ihre Tage ſind Unruhe und Furcht, nicht ſelten Ver⸗ zweiflung. Auf ihrem Geſichte zeigt ſich das Gepraͤge der Sklaverei. Ihre Blicke ſind niedergeſchlagen. Schurkerei und Niedertraͤchtigkeit entſtellen ihre Zuͤge. Kur die Spachioten haben etwas freieres, weil ſie wentger gedruͤckt ſind in ihren Bergen.
Die Inſel Kandia hat nicht viele giftige Thiere,
wenige und kleine Schlangen, die Ophis, Schen⸗
dra und Ephloti ihren Namen nach unterſchieden ſind. Außerdem giebt es eine Art Spinnen, Pha⸗ langion genannt, deren Gift toͤdlich ſeyn ſoll.— Die vierfuͤßigen Thiere der Inſel bringen dem Men⸗ ſchen keinen Schaden, denn es giebt keine Naubthiere, keine Loͤwen, Diger, Hyaͤnen u. d. m. Steinboͤcke, Ziegen, Haſen, Schafe, Nuuder und Pferde ſind nuͤtzlich.
Da die Luft der Inſel ſo rein iſt, ſo kommen in Kreta nicht viele Krankheiten vor. Im Sommer herrſchen wohl Fieber daſelbſt, ſie ſind aber nicht ge⸗ faͤhrlich, und eine Peſt kann daſelbſt nur durch Ver⸗ nachlaͤßigung der Anſtalten dagegen entſtehen und eingebracht werden.
Da Savary ſechszehn Jahre auf dieſer Inſel lebte, und in dieſer Zeit Muße hatte, die Natur der⸗ ſelben mit allen ihren Schoͤnheiten kennen zu lernen; da er wirklich auch einen Spatziergang von Kanea beſchreibt, der außerordentlich ſchoͤn ſeyn muß, und


