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riechende Dietam bekleidet Felſen, kurz: Berge, Ebe⸗ nen und Thaͤler athmen die lieblichſten Wohlge⸗ ruͤche aus.
Der Menſch in Kreta iſt ſtark und geſund. Der Tuͤrke hat weniger Ehrſucht und Golddurſt, als in andern Gegenden, kennt weniger den Geiſt der Ju⸗ trigue, noch den Neid; er waͤchſt ungeſtoͤrt von Lei⸗ denſchaft zu einem Koloſſe empor, lebt friedlich, und bleibt munter bis in das hohe Alter. Die Jugend iſt friſch, und hat eine lebhafte Fleiſchfarbe, ein volles feuriges Auge; ihr Gang iſt angenehm und edel; alle ihre Stellungen und Bewegungen verrathen Kraft und Geſundheit. Die Arme ſind nervicht, die Schul⸗ tern breit, die Bruſt iſt hoch, der Hals von keinem Stricke der Mode umgeben. Kurz: der Menſch in Kreta gleicht den alten Statuen, und wohl waren es aͤhnliche Muſter, nach denen die Alten arbeiteten. Die Frauen ſind ſchoͤn und voll Anmuth. Ihre Klei⸗ dung bindert keinen einzigen Theil ihres Koͤrpers aut Wachsthum, und dieſer iſt ganz im beſten Verhaͤlt⸗ niſſe. Ueberhaupt haben die Kretenſerinnen ei⸗ nen ungemein ſchoͤnen Buſen, einen anmuthig gerun⸗ deten Hals, ſchwarze feurige Augen, einen kleinen Mund, eine vollkommen wohlgebaute Naſe und Wan⸗ gen mit einem geſunden Incarnate. Dabei iſt das ganze Geſicht ein entzuͤckendes Oval.
Die Griechen in Kandia genießen in Abſicht auf Witterung, Luft und Klima gleiche Vortheile mit


