waͤre indeſſen von Wichtigkeit, da die Ebenen Pro⸗ dukte in Menge tragen, als: Oel, Baumwolle, Saf⸗ ran, Wachs, Granaten, Mandeln, Piſtacien und Po⸗ meranzen, auch Aprikoſen und Pfirſiche.
Fuͤnf Meilen von der Stadt oͤffnet ſich eine unab⸗ ſehliche Landſchaft zwiſchen dem weſtlichen Ende des Ida und der erſten Reihe der weißen Berge. In dieſem Thale liegt das Dorf Marguarites, das bewohnteſte auf der ganzen Inſel. Es leben da⸗ ſelbſt gegen 40,000 Griechen, welche die umherliegende fruchtbare Ebene bauen. Dieſer Flecken iſt nur zwei Meilen vom noͤrdlichen Meere entfernt, und nicht weit von der Straße nach Kandia. Bei demſelben fließt abſatzweiſe von den Bergen ein angenehmer Bach herab, und das Klima iſt ſehr freundlich. Einſt hatten hier die Venetianer viele Landhaͤuſer, die jetzt zum Theile, was man aber ungerne ſieht, von rohen Tuͤr⸗ ken bewohnt werden. Aus den Oliven, welche die Griechen hier pflanzen, bereitet man ein angenehmes Getraͤnk. Es iſt nur Schade, daß dieſes fruchtbare Land eine Appanage der Sultanin Wa lide iſt, und Tribut geben muß, wobei es oft ſehr ungerecht zu⸗ geht, wenn er durch einen beſondern Beamten einge⸗ ſammelt wird. Die Paſcha's von Retimo und Kandia ſelbſt haben hier nichts zu befehlen.
Man wollte von hier nach Kanea, und brach dahin den andern Morgen auch zeitig auf. Von Re⸗ timo hatten die Reiſenden zwei Meilen ſchlimmen


